Mein Auslandsjahr in Frankreich

Anika war über den europäischen Solidaritätskorps ein Jahr lang in Frankreich und hat dort in einem Reperaturcafé freiwillig gearbeitet. In diesem Bericht erzählt sie von ihrer Reise. 

Am 7.9.2022 ging es für mich mit dem Zug ab nach Castres – Südfrankreich. Ich wusste nicht was mich erwartete und mich kitzelte eine leichte Vorfreude nach etwas Neuem in den Fingerspitzen. Mit diesen gemischten Gefühlen saß ich 24 Stunden im Zug oder zwischendurch auch einmal am Bahnhof. Als ich in Castres am Bahnhof endlich ankam war von meiner Vorfreude nichts mehr zu spüren, ich war hundemüde und wollte einfach nur mehr schlafen. Tja, daraus wurde allerdings nicht gleich etwas. Marcin wartete auf mich, um mich zu meinem zukünftigen zuhause zu bringen. Ich war froh als die Fahrt endlich zu Ende war und wir vor meiner Haustür standen – schmales Haus in einer engen Nebengasse. Wir machten die Haustüre auf und standen direkt in der Küche, wo gerade meine zukünftigen Mitbewohner gemeinsam aßen. Nicole – eine 75-jährige Französin und Laura – eine gebliebene Freiwillige aus Spanien. In den nächsten Tagen lernte ich meine Umgebung, meine Arbeitskollegen und meine zwei Mitstreiter, die anderen zwei Freiwilligen, die mit mir arbeiteten, kennen: Vilja und Viktorija – Finnland und Litauen. Vielleicht sollte ich mal erklären, was überhaupt meine Aufgabe als Freiwillige war: Ich arbeitete bei ‚Les Ateliers‘. Das bestand aus einer Recyclerie und einem Restaurant. In der Recyclerie wurden alte Möbel repariert, recycelt oder entsorgt. So durfte ich sägen, hämmern, schweißen, schleifen, lackieren, bemalen, leimen, schneiden und vor allem viel schwere Sachen schleppen. In dem Restaurant hatte ich die Möglichkeit im Service und in der Küche zu helfen. Gekochte wurde nur Bio und saisonal. Wir Freiwillige veranstalteten einmal einen Spieleabend und ein gemeinsames Eurovision-schauen – jedoch mit uns als Moderator. Auch hatten wir die Möglichkeit eine Radioshow über lokale Musiker zu produzieren, da es in unserem Gebäude ein Radiostudio gab. Nach und nach gewöhnte ich mich an meine Umgebung, lernte Französisch, schloss Freundschaften, lebte mich ein. Es brauchte einfach Zeit. Und ein Jahr später, wieder in Österreich, kommen mir immer wieder die Tränen, wenn ich zurück an die Zeit in Castres, an die Leute und Orte, die ich liebgewonnen habe, denke. 

Wenn du auch eine Zeit lang im Ausland freiwillig arbeiten willst, dann berät dich die Jugend:info NÖ bei deinem Weg.  


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