Weltumwelttag

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© Casey Horner via unspalsh.com © Casey Horner via unspalsh.com

Heute ist Weltumwelttag! Anlässlich der nach wie vor bestehenden und immer dramatischer werdenden Klimakrise wollen wir euch zu Ehren dieses Aktionstages ein paar Best-Practice-Tipps mit auf den Weg geben, wie ihr selbst einen wertvollen Beitrag leisten und die Umwelt und das Klima schützen könnt!

Die vier größten Sektoren in unserer Gesellschaft, die aufgrund von CO2-Emissionen Einfluss auf das Klima haben sind: Transport, Energie, Konsum und Ernährung. Hier kann jede_r Einzelne von uns ganz einfach durch ein paar Kniffe im Alltag mit gutem Beispiel voran gehen.

Ernährung

Kauf biologisch, regional und saisonal!

Lebensmittel, die in Gewächshäusern und/oder um die halbe Welt zu uns transportiert werden müssen, verursachen weitaus mehr CO2 als Bio-Lebensmittel, vom Bauern nebenan, die ohnehin gerade saisonal bei uns wachsen.

Verzichte auf Fleisch und andere tierische Produkte!

Da fängt es schon beim Futter für die Tiere an: Ein Großteil des hierzulande verwendeten Tierfutters stammt aus Übersee. Das alleine stellt schon eine enorme Umweltbelastung dar. Zusätzlich müssen für z.B. den Anbau von Futtermittel-Soja unzählige km² Waldflächen gerodet werden. Sind erst einmal zig Kilogramm Ressourcen wie Wasser, Boden und Futtermittel für ein Kilogramm Fleisch verwendet worden, dann wird auch vieles von dem Fleisch wiederum um die Welt transportiert, bevor es letztlich bei uns auf dem Teller landet. Einen ähnlich schlechten Impact auf das Klima haben auch andere tierische Produkte wie etwa die bei uns so beliebte Milch. Auch ohne gleich zum Veganer zu werden: Den Fleischkonsum zu reduzieren oder auf bestimmte Fleischsorten wie rotes Fleisch zu verzichten, verbessert die persönliche Klimabilanz immens! Außerdem werden es einem die Tiere und die eigene Gesundheit danken!

Vermeide Lebensmittelverschwendung!

Traurig, aber wahr: Ein riesiger Teil an Lebensmitteln landet im Müll, weil sie nicht der Norm entsprechen, nicht rechtzeitig verkauft werden oder einfach im eigenen Kühlschrank übersehen werden. Daher sollte man immer vorausschauend einkaufen, Reste für später einfrieren oder wenn möglich übrig gebliebene Lebensmittel spenden. Foodsharing is caring!

Energie

Wechsle auf erneuerbare Energien!

Wer sein Zuhause mit nachhaltigen, erneuerbaren Energien aus Wind-, Wasser- oder Sonnenkraft heizt, trägt ungleich mehr zu einem besseren Klima bei als jemand, der es sich mit fossilen Energien wie Öl oder Gas gemütlich macht. Ein Umstieg beim Energieanbieter oder ein Heizungstausch zahlt sich also aus, zum Teil gibt es hier sogar Förderungen https://www.energieberatung-noe.at/foerderung-fuer-heizungstausch-2020!

Investiere in energieeffizientes Wohnen!

Was nützt die ganze grüne Energie im Haus, wenn sie beim undichten Haus wieder links und rechts verloren geht? Eine ordentliche, neue Dämmung, eine Solaranlagen auf dem Dach oder die Verwendung von nachhaltigen Materialien beim Hausbau wie Holz machen sich auf lange Sicht bezahlt und tun dem Klima gut!

Schalte Standby Geräte aus!

Der einfachste Weg Energie im Haushalt zu sparen: Elektrogeräte nicht auf Standby, sondern ganz ausschalten. Steckdosenleisten mit einem Kippschalter helfen dabei ungemein. 

Mobilität

Verzichte auf Flugreisen und andere klimafeindliche Urlaube wie Kreuzfahrten!

Fliegen gehört mit Abstand zu den schlimmsten Klimasünden. Darauf ganz zu verzichten fällt vielen noch schwer, aber selbst wer von auf Flugreisen absehen kann, kann etwas unternehmen. Kurzaufenthalte zum schnellen Shoppen übers Wochenende sollten überhaupt tabu sein, auf vielen innereuropäischen Kurzstrecken bietet sich die Bahn oder eine Busfahrt als klimafreundlichen Alternative an. Und wenn mensch dennoch mal ins Flugzeug hüpft, dann sollte der Aufenthalt dementsprechend lange sein, damit es sich eher auszahlt. Und: Bis Flugreisen klimafair besteuert werden, können Flugreisen schon jetzt freiwillig auf diversen Plattformen freiwillig kompensiert werden. Das lindert den CO2 Ausstoß nur wenig,

ist aber allemal besser als gar nichts. Von der Klimabelastung her schlagen Kreuzfahrten in etwa die gleiche Kerbe wie das Fliegen. Dann doch lieber mit einem Segelboot.

Fahr mit dem Fahrrad!

Gut für die Umwelt, das Geldbörsel und die Gesundheit! Wer alltägliche Strecken (oder gerne auch mehr!) mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto bestreitet, schlägt quasi gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Prädikat: Sehr wertvoll!

Fahr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln!

Nicht ganz so klimaeffizient wie das Fahrrad, aber immer noch weitaus besser als eine Autofahrt. Wer öffentlich unterwegs ist, teilt sich den COAusstoss mit den anderen Fahrgästen und verringert so seinen Umweltabdruck deutlich. Auch auf Langstrecken eine bessere Alternative zum Auto und zum Flugzeug sowieso.

Benutze Carsharing oder bilde Fahrgemeinschaften!

Wer nicht um's Autofahren herumkommt, kann sich ja ein Auto mit anderen teilen. Entweder überhaupt das Auto an sich (Carsharing) oder zumindest einzelne Fahrten damit (Fahrgeminschaft). So teilt sich der Abgasausstoss zumindest auf mehrere Teilnehmer_innen auf.

Konsum

Reduce!

Wer weniger konsumiert, schont dadurch das Klima und die Umwelt. Weniger Rohstoffe, weniger Verarbeitungsprozesse, weniger Produkttransport. Also überlegt euch einfach vor dem nächsten Einkaufsrausch im Konsumtempel nebenan, ob ihr wirklich das neueste Paar Sneaker, den zweiten Fernseher oder einen neuen dekorativen Staubfänger braucht.

Reuse!

Wer alte Sachen nicht mehr braucht, kann sie anstatt in den Kübel zu treten verkaufen, verschenken oder spenden. So haben andere auch noch etwas davon und die Sachen werden langlebiger. Umgekehrt kann Mensch auch gleich secondhand einkaufen - das ist günstiger und tut dem Klima gut.

Auch bei kaputten Sachen ist es umweltfreundlicher sie lieber noch einmal zu reparieren (zu lassen) als sie sofort durch etwas Neues zu ersetzen. Auch hier gibt es ab und an Förderungen wie den Reperaturbonus vom Land NÖ

http://www.noe.gv.at/noe/Abfall/Foerd_Reparaturbonus.html!

Recycle!

Wenn etwas unweigerlich weggeworfen gehört, dann kann mensch mit sorgfältiger Mülltrennung und -entsorgung wenigstens dafür sorgen, dass ein Teil der Stoffe wiederverwertet werden und so eine klimgünstige Kreislaufwirtschaft am Laufen gehalten wird.

...ansonsten gilt beim Konsum weiters: Regional einkaufen, Fairtrade Produkte kaufen und auf umweltschädliche Produkte wie z.B. mit Kunststoffverpackungen oder -inhaltsstoffen möglichst verzichten. Selbigies gilt auch hier für Tierprodukte wie Leder, Wolle oder ähnliches wie Pelz! Einfach den Hausverstand einschalten und bei den Etiketten ganz genau hinsehen, dann ist schon vieles getan!

Abgesehen von diesen Bereichen kann mensch auch noch mehr für den Umwelt- und Klimaschutz tun. Werde aktiv und trete einer Umweltschutzorganisation bei - oder gründe deine eigene! Geh mit gutem Beispiel voran und mache andere auf die Problematiken und die Lösungen dazu aufmerksam. Wie du das alles sogar mit einem Auslandsjahr oder deiner Ausbildung verbinden kannst, erfährst du bei näher bei deiner Jugend:info NÖ: