Europa nach Niederösterreich holen - mit Erasmus+ Jugend in Aktion

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Neue Best Practice Projekte

Das EU-Programm Erasmus+ Jugend in Aktion bietet Organisationen, Vereinen und Gemeinden vielfältige Möglichkeiten, tolle Jugendprojekte in die Tat umzusetzen. In den vergangenen Jahren konnten unzählige Jugendliche in Niederösterreich über diese geförderten Projekte erste interkulturelle Erfahrungen mit Jugendlichen aus anderen Ländern machen – Erfahrungen, die sie für ihr weiteres Leben sehr positiv prägten.

Wir möchten noch mehr Jugendlichen und Organisationen in Niederösterreich die Chance geben, Teil eines Jugend in Aktion – Projektes zu werden oder auch selbst eines umzusetzen, und holen an dieser Stelle drei schöne Projektbeispiele aus Niederösterreich vor den Vorhang:

Jugendbegegnung „Bridging Borders“

Die Lernwerkstatt Pottenbrunn setzte im vergangenen Sommer ihr Projekt „Bridging Borders – interkultureller Jugendaustausch“ in die Tat um. 24 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren aus 3 verschiedenen Ländern (Österreich, Deutschland, Schweden) verbrachten eine Woche gemeinsam am Schacherhof in Seitenstetten. Das Projekt hatte zum Ziel, kulturelle Grenzen und Vorurteile zu überwinden. In Improvisations-Theater-Übungen, Diskussionsrunden und kreativen Ansätzen wie einer Singer-Songwriter-Werkstatt setzten sich die Jugendlichen und ihre erwachsenen Begleiter*innen mit den verschiedenen Arten von Diskriminierung (Rassismus, Gender, Vorurteile, etc.) auseinander. Die Jugendlichen hatten außerdem die Idee, sich vor Ort zu engagieren und sammelten im Bach Treffling Müll auf. Natur-Challenges in Kleingruppen und viele gemeinsame Spiele waren weitere Highlights.

Die Jugendlichen und erwachsenen Begleiter*innen waren und sind auch nach einem Jahr begeistert von den gemeinsamen Erfahrungen und den sozialen Kontakten, die entstehen konnten und die Woche bleibt in lebhafter Erinnerung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendbegegnung „Hoopoe Summit“

Der Verein „Green Steps“ wird im September 2020 einen Youth Summit in der Region Neusiedlersee veranstalten. „Green Steps“ möchte Menschen darin unterstützen, wieder mehr Bezug zur Natur zu entwickeln, und engagiert sich im Bereich von Naturvermittlung und Outdoorpädagogik in China und in Europa. Zu dem Summit laden sie junge Menschen aus Europa zwischen 16 und 28 Jahren ein, die den Einfluss Chinas auf das Ökosystem Erde besser verstehen wollen. Der Neusiedlersee wurde als Veranstaltungsort ausgewählt, weil er viel mit dem Yangtze-Delta in China gemein hat: Klima, sowie heimischen Tier- und Pflanzenarten sind sehr ähnlich. Das Vorzeigebeispiel und Namensgeber des Projekts ist der Wiedehopf (engl. Hoopoe).

„Erasmus+ ist ein Werkzeug, junge Menschen zu empowern, über den Tellerrand zu blicken. Für uns bedeutet Erasmus+, dass wir Jugendlichen die Möglichkeit geben können, einerseits in ihrem eigenen Umfeld aktiv zu werden und andererseits sich international auszutauschen. Ziel soll auch sein, junge Menschen in ganz Europa zu bestärken, dass eine professionelle Karriere im Umweltbildungsbereich möglich ist“, so die Projektleiter*innen.

Jugenddialog „Mit ganzem Herzen für Europa“

Der Verein „PatInnen für alle“ engagiert sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche, indem er ihnen zusätzlich zur Familie Bezugs- und Vertrauenspersonen hier in Österreich vermittelt, die das Kind / den Jugendlichen ehrenamtlich begleiten und unterstützen. Für sein Engagement wurde der Verein bereits mit dem NÖN Leopold in der Kategorie „Engagement“ ausgezeichnet, und kürzlich für seine „Workshops gegen die Angst“ als Gewinner der SozialMarie 2020 geehrt.

Der Hintergrund des Projekts ist die Situation, dass in jüngerer Zeit eine wachsende Zahl von jungen Geflüchteten in Österreich, die einen final negativen Asylbescheid erhalten haben und dadurch von Abschiebungen bedroht sind, nach Frankreich weiterflüchten. Die Erfahrungen des Vereins „PatInnen für alle“ mit solchen Jugendlichen zeigt, dass diese jungen Menschen durchaus eine „europäische Perspektive“ entwickeln. Sie können in einem transnationalen Raum Beziehungen aufrechterhalten, was ihnen oft Hoffnung schenkt und ihre psychische Gesundheit und Resilienz steigert. Das Projekt knüpft daran an, und möchte Jugendliche mit Fluchthintergrund zu demokratischer und sozialer Partizipation ermutigen und ihnen dazu Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen an die Hand geben.

Dazu wird es mehrere Projektaktivitäten in Österreich und in Frankreich geben, u.a. einen Jugendkongress in Lyon mit französischen Politiker*innen unter der Beteiligung von jungen Geflüchteten aus Österreich und Frankreich, sowie mehrere Jugenddialoge mit österreichischen Politiker*innen auf Gemeinde-, Bezirks- und Bundesebene.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Informationen über die verschiedenen Erasmus+ Jugend in Aktion Projektformate sind hier zu finden.

Die nächste Antragsfrist für Projekte ist der 1. Oktober 2020!

Ihr möchtet gerne ein Projekt einreichen? Wir beraten und begleiten euch gerne - von der Projektidee über die Antragstellung bis zum erfolgreichen Abschluss des Projekts!

Kontakt:

Mag. Daniela Paulischin

Internationales, Erasmus+ Projektberatung

daniela.paulischin@jugendinfo-noe.at

Tel: 02742 / 245 65 - 15